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Junge Turmfalken im Nistkasten Kirche Ofterdingen

 

Der Turmfalke (Falco tinnunculus)

Der Turmfalke, der in ganz Europa (außer Island) verbreitet ist, ist in Ofterdingen wohl hauptsächlich als Turmbewohner der Mauritiuskirche bekannt. Seit dem Jahr 2004, nachdem wir den Nistkasten wieder repariert hatten, brütet der Falke wieder jährlich und erfolgreich im Turm. Seit einigen Jahren wird im Turm der Mauritiuskirche eine Beobachtungskamera installiert, die das Leben der Falken von der Ankunft über das Brüten und Schlüpfen bis zu den ersten Ausflügen Vogelfreunden, nicht nur aus Ofterdingen, in einem Fernseher miterleben lässt.

Die Kamera stößt seitdem auf reges Interesse, besonders bei den Kindern, die immer wieder in Gruppen vor dem Fernseher zu finden waren, um das Neueste bei den Turmfalken beobachten zu können. Im Jahr 2007 wurde an die Mauritiuskirche, als erste Kirche in Baden-Württemberg, vom NABU Landesverband die Plakette Lebensraum Kirchturm vergeben.

Der eigentliche Lebensraum des Turmfalken ist draußen in der Feldflur, wo er ausgediente Krähennester als Nistplätze verwendet. Der Turmfalke macht selbst kein Nest und ist somit auf andere Nestbauer angewiesen. Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Mäusen, seltener stehen Vögel aber auch Insekten auf dem Speiseplan. Bei der Nahrungssuche kann man ihn oft beobachten, wie er auf der Stelle rüttelnd kurz über dem Boden schwebt und nach Futter Ausschau hält. Dies hat ihm auch schon den Namen Rüttelfalke eingebracht. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft und die ständige Verarmung der Landschaft, musste der Turmfalke bereits deutliche Bestandseinbußen hinnehmen, dadurch ist er in einigen Teilen seines Verbreitungsgebietes gefährdet. Das Weibchen legt im April/Mai zwischen 3 und 7 Eier, die es etwa einen Monat lang bebrütet. Die Aufzucht des Nachwuchses ist streng geregelt. Das Männchen sorgt für Futter und das Weibchen füttert und hudert die Jungen. Bei den Jungen gibt es immer 1-2 Nesthäkchen, die in schlechten Mäusejahren nicht überleben.

 

 

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